Jetzt mit Gebäudesanierungen Klima schützen und Energie sparen. Dazu rufen Umweltminister Werner Schnappauf und Wirtschaftsminister Erwin Huber Wohnungs- und Hauseigentümer auf.‘Mit Wärmedämmung Klima schonen und Heizkosten senken’
München, 03. Februar 2006 - Jetzt mit Gebäudesanierungen Klima schützen und Energie sparen. Dazu rufen Umweltminister Werner Schnappauf und Wirtschaftsminister Erwin Huber Wohnungs- und Hauseigentümer auf. Denn seit 1. Februar gibt es für Wärmedämmung und Heizungserneuerung erweiterte Fördermöglichkeiten. Ingesamt sollen jährlich 1,4 Milliarden Euro vom Bund bereitgestellt werden, darunter auch direkte Zuschüsse für Haus- und Wohnungsbesitzer. Schnappauf: ‘Die Fördermöglichkeiten auszuweiten war ein besonders großes Anliegen Bayerns bei den Koalitionsverhandlungen.’ Vorerst stehen von Bundesseite 200 Millionen Euro für Kredite und Zuschüsse zur Verfügung. ‘Das neue Programm bringt wichtige Impulse für Bayerns Bauindustrie und Handwerk. Da kann ein neuer Motor anspringen, wenn viele mitmachen’, betonte Huber. Nach Vorstellung der beiden Minister soll es in Bayern zu einen neuen Boom von Pellets- und Hackschnitzelheizungen, von Solardächern und Erdwärme kommen. Mit besserer Wärmedämmung, neuen Fenstern und Türen sowie modernisierten Heizungen wird Geld gespart und Klima geschützt.
Freistaat und Kommunen wollen mit gutem Beispiel vorangehen. ‘Die energetische Sanierung des Umweltministeriums ist bereits abgeschlossen. In Vorbereitung sind weitere Umrüstungen in nachgeordneten Behörden’, machte Schnappauf deutlich. Im vorhandenen Gebäudebestand liege das größte und am schnellsten zu realisierende CO2-Einsparpotenzial. Mit Wärmedämm-Maßnahmen an Außenwänden, Dächern, Kellerdecken und neuen Fenstern ließen sich allein bei den Altbauten von Baujahr 1949 bis 1978 über 8,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.
Energetisches Nachrüsten von Gebäuden
Eine rechtzeitige Sanierung bringt auch Vorteile beim Energiepass, der nach Umsetzung von EU-Recht voraussichtlich ab Sommer 2006 bei Vermietung oder Verkauf von Gebäuden verpflichtend eingeführt wird. ‘Energetisches Nachrüsten steigert die wirtschaftliche Attraktivität von Gebäuden; künftig kann der Eigentümer mit den konkreten Energieverbrauchsdaten werben’, machte Huber deutlich. Um die Wohnungseigentümer bei der Gebäudesanierung zu unterstützen, hat Schnappauf die neue Internetseite zur Klima-Allianz freigeschaltet. Zu finden sind hier, erarbeitet vom Institut Wohnen und Umwelt‘’, auch konkrete Sanierungsbeispiele zu den typischen Gebäudeformen in Bayern in Form von Hausdatenblättern mit detaillierten Sanierungskosten und Energie-Einsparkosten.
‘Ganz besonders rentieren sich die Energiespar-Sanierungsmaßnahmen, wenn ohnehin Renovierungen am Haus geplant sind’, ergänzte Schnappauf. Eine wichtige Hilfestellung bietet hierbei eine individuelle Energieberatung, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. In ganz Bayern entsteht gerade ein Netzwerk, das ebenfalls Informationen rund um das Thema ‘’Energieeffizientes Bauen? zur Verfügung stellt. Informationen gibt es z.B. zum Bayerischen Modernisierungsprogramm, mit dem Besitzer von Mietwohnungen sogar noch günstigere Zinskonditionen als in den KfW-Programmen über Hausbanken erhalten. ‘Gemeinsam mit der Obersten Baubehörde im Innenministerium führen wir derzeit in allen Regierungsbezirken Informationsveranstaltungen zur energetischen Gebäudesanierung und kommunalem Energiemanagement durch?, so der Minister. Auf diese und weitere Maßnahmen hatten sich die Bayerische Staatsregierung und der Bund Naturschutz in Gesprächen zum Klimaschutzbündnis vom Oktober 2004 verständigt.
Angesichts formaler Diskussionen um die Bereitstellung der Fördergelder appellierte Schnappauf an den deutschen Bundestag: ?Die Beschlüsse zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm dürfen nicht verwässert werden. Wir haben die große Chance, gleichzeitig sowohl unsere Konjunktur als auch den Klimaschutz zu fördern!? Das neue Kreditprogramm ist Teil des Sofortprogramms der Bundesregierung für Wachstum, Beschäftigung und Familienförderung. Für die CO2-Gebäudesanierung sollen zwischen 2006 und 2009 jährlich 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Bis der Haushalt 2006 steht, sollen übergangsweise ab Februar 2006 Restmittel aus dem KfW-Programm von 2005 in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen: http://www.klima.bayern.de
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