Katastrophen, die unsere Gesellschaft bedrohen, sind oft vielschichtig und komplex, und es treten Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Ursachen, Gefahren und Auswirkungen auf (ein Naturereignis wie ein Erdbeben zerstört technische Infrastruktur, dadurch bricht ein Feuer aus, das wiederum nicht nur Wohngebiete zerstört, sondern auch eine chemische Verseuchung auslösen kann etc.). Risikomanagement, das sich auf die Eindämmung einer einzelnen Gefahrenquelle abstützt, wird deshalb den heutigen Problemen und Ansprüchen nicht mehr gerecht. Diese Konferenz thematisiert deshalb die unterschiedlichsten Arten von Risiko (Naturgefahren, technische Risiken, biologische und chemische Risiken, Pandemien, Terrorismus, Klimawandel etc.).
Durch den integralen und partizipativen Ansatz wird sicher gestellt, dass Erfahrungen aus verschiedensten Feldern des Risikomanagements diskutiert und zum Vorteil der Gesellschaft (Gemeinden, Ländern und Regionen) verfügbar werden. Die IDRC Davos 2006 wird so zur strategischen Plattform für Risikomanagement-Experten aus der ganzen Welt.
Das Programm beinhaltet Plenarvorträge und Podiumsdiskussionen, wissenschaftlich und politisch orientierte Vorträge, speziell auf den Umgang mit Katastrophen und Risiken in China Afrika, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie Europa ausgerichtete Sessionen wie auch eine Ausstellung über Literatur und Lehrmittel und das “Open Forum” für die Öffentlichkeit.
Bis jetzt haben sich rund tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt angemeldet. Sie kommen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, internationalen Organisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und der Wissenschaft. Die Konferenz wird gemeinsam von UN/ISDR (United Nations International Strategy for Disaster Reduction), UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), GADR (Global Alliance for Disaster Reduction) und GDIN (Global Disaster Information Network) organisiert. Der Konferenzvorsitzende ist Dr. Walter J. Ammann von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL. Die Konferenz wird massgeblich von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) unterstützt.
Wir laden Journalistinnen und Journalisten herzlich ein, an diesem Treffen von weltweit führenden Risikoexperten kostenlos teilzunehmen. Das Programm können Sie auf abrufen. Konferenzsprache ist Englisch.